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Rohstoffe und Schutzgebiete im Geoportal.de

Die Geodaten dieser Themenkarte stammen von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Rohstoffvorkommen) und dem Bundesamt für Naturschutz (Schutzgebiete) und zeigen die räumlichen Zusammenhänge bzw. Überschneidungen der beiden Themen.

Der Abbau von mineralischen Rohstoffen und der Naturschutz haben eines gemeinsam: beide sind weitgehend ortsgebunden. Der Abbaubetrieb ist auf die vorhandenen Lagerstätten angewiesen. Die meisten Biotope sowie Arten und deren Lebensräume lassen sich in ihrer historisch gewachsenen biologischen Vielfalt nicht „verpflanzen“ oder gar in kurzen Zeiträumen regenerieren. Deutschland verfügt über zahlreiche Vorkommen an mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen, insbesondere an Baurohstoffen wie z. B. Steine und Erden, oder auch an Industriemineralen und Salzen, sowie an Erdöl, Ergas und Kohle. Diese sind für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Einige Lagerstätten befinden sich im Bereich von Schutzgebieten oder in Gebieten, die für anderweitige Nutzungen vorgesehen sind und stehen somit nicht ohne weiteres für die Rohstoffgewinnung zur Verfügung. Damit treffen auf den ersten Blick scheinbar unvereinbare Gegensätze aufeinander, die in Deutschland z. T. um die gleichen Flächen konkurrieren.

Das Instrumentarium des Umwelt- und Naturschutzes ist aufgrund des differenzierten, auf die Planungsebenen bezogenen Herangehensweise in der Lage, den Schutzbedarf der lokal vorkommenden Arten und Lebensräume mit potenziellen Rohstoffvorkommen und mit den Betriebserfordernissen von Abbaustellen in Abgleich zu bringen. Durch frühzeitige Konflikterkennung (z. B. im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfung und FFH-Verträglichkeitsprüfung) und durch angemessene Folgenbewältigung (z. B. in Form von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) kann ein für beide Seiten tragbarer Kompromiss gefunden werden.

Hierzu ist eine genaue Betrachtung sowohl der Ziele unterschiedlicher Schutzgebietskategorien als auch der Informationen über Abbaustellen und Rohstoffvorkommen notwendig. Für die Analyse der räumlichen Lage von Schutzgebieten und Rohstoffvorkommen und ihren Überschneidungen stellt die aktuelle Themenkarte "Schutzgebiete und Rohstoffe" des Geoportals eine wesentliche Grundlage dar. Geoinformationen des Bundesamtes für Naturschutz und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind hierbei eine wesentliche Grundlage.

Karten

Rohstoffvorkommen

Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Schutzgebiete

Quelle: Bundesamt für Naturschutz

Aussagekraft der Daten

Die BSK 1000 wurde als analoge Karte im Maßstab 1 : 1 Million erarbeitet. Auf dieser Maßstabsgrundlage und der entsprechenden Topographie erfolgte auch die generalisierte Ausweisung der Rohstoffflächen. Eine Parzellen-genaue Betrachtungsweise ist nicht möglich. In der Karte dargestellt sind Rohstoff-Potenzialflächen; Restriktionen (z. B. Ortschaften, Gewässer) wurden nicht berücksichtigt. Die minimal dargestellte Flächengröße beträgt 1000 ha bzw. 10 km². Kleinere Flächen wurden demzufolge nicht dargestellt. Lediglich besonders bedeutsame Potenziale (<1000 ha) sind als Punktsymbole in der Farbe des jeweiligen Rohstoffes ausgewiesen. Darüber hinaus werden keine Abbau- bzw. Gewinnungsstellen dargestellt (Ausnahme: bedeutsame Potenziale geringer Größe).

Aufgrund ihrer Historie kann diese Karte nur zu Übersichtszwecken im Maßstab 1 : 1 Million herangezogen werden. Von einer großmaßstäbigen Darstellung ist abzuraten. Detailinformationen zu den Rohstoffvorkommen halten die Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer vor.

Die verwendeten bundesweiten Daten der Schutzgebiete des BfN basieren mit Ausnahme der Gebiete der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) auf Datenbeständen der Bundesländer und dienen daher bundesweiten Übersichtsdarstellungen. Eine Rechtsverbindlichkeit von Daten und Kartendarstellung ist nicht gegeben. Auch bei diesen Daten ist von einer großmaßstäbigen Darstellung abzuraten. Detailinformationen bei geplanten Vorhaben sollten bei den zuständigen Naturschutzfachbehörden der Bundesländer eingeholt werden.

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