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Windkraft: Wo sich noch neue Anlagen lohnen

Die Weichen sind gestellt - weg von Kohle, Öl, Gas und Atom, hin zu erneuerbaren Energien.

Die Hauptaufgabe übernimmt derzeit die Windkraft, und die zentrale Frage lautet: Wo sind neue Windräder noch sinnvoll? Die Antwort ergibt sich aus zwei Karten. Die erste zeigt, wo der Wind stark genug weht, dass sich Windkraftanlagen lohnen. Die zweite gibt einen Überblick, wo bereits wie viel Windkraftleistung installiert ist. Legt man beide Karten übereinander, dann wird sichtbar, wo es noch ungenutzte Windkraftreserven gibt.

Die Eignung eines Standorts und damit die finanzielle Förderung richten sich nach Kriterien, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben sind. Grundlage für die Karte ist die statistisch errechnete Leistung eines Muster-Windrads. Sein Rotor dreht sich in 80 Meter Höhe, und die Energieleistung wird aus fünf Jahren gemittelt. An diesem Muster unter den Windkraftanlagen müssen sich mögliche neue Windrad-Standorte messen lassen.

Die Karte der installierten Windenergieleistung zeigt: Der Löwenanteil der Windenergie wird bisher in Norddeutschland produziert. Das überrascht nicht, denn die Windkarte belegt: Am meisten Wind weht in den Küstengebieten und in den Hochlagen der Mittelgebirge.

Karten

Gut und weniger gut geeignete Windkraft-Standorte

Bereitsteller: Deutscher Wetterdienst (DWD)

Bisherige Energieerzeugung durch Windkraft

Bereitsteller: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Aussagekraft der Daten

In der Karte der geeigneten Windkraft-Standorte beziehen sich die möglichen Erträge schwerpunktmäßig auf den Fünfjahres-Ertrag eines Muster-Windrads. Die Karte der bisherigen Energieerzeugung durch Windkraft basiert teilweise auf anderen Berechnungsgrundlagen und anderen Zeiträumen. Die Datenbestände für die Windenergie-Leistung werden jährlich aktualisiert.

So entsteht die Karte geeigneter Windkraft-Standorte

Über ganz Deutschland wird ein Gitternetz mit einer Maschenweite von einem Kilometer gelegt. Für jeden Gitterpunkt werden die Winddaten errechnet – aus Messdaten der Jahre 1981 bis 2000. Referenz-Maßstab für die Eignung eines Standorts ist der mögliche Fünfjahres-Ertrag jenes Muster-Windrads.

Die Windkraft-Eignungsstufe "gut" bedeutet: Der zu erwartende Ertrag einer Windkraftanlage liegt über dem Wert für den Referenz-Ertrag. In der Karte sind diese Flächen grün dargestellt. Die Windkraft-Eignungsstufe "mäßig geeignet" erhalten Gebiete, in denen die Erträge 60 bis 100 Prozent des Referenzwerts erreichen. Diese Flächen erscheinen in der Karte gelb. Die restlichen Flächen haben eine "schlechte" Eignung.

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