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Wasserstraßen und Wasserschutzgebiete

Ob Fluss oder Kanal, die Bundeswasserstraßen liegen streckenweise in oder zumindest in unmittelbarer Nähe von Wasserschutzgebieten. Diese werden mittels amtlicher Verordnung eingerichtet und geschützt, um Grundwasser, oberirdische Gewässer oder auch Küstengewässer, welche für die Entnahme von Wasser für den menschlichen Gebrauch genutzt werden, zu schützen.

Trotz der enormen Anstrengungen auf dem Gebiet der Sicherheit des Schiffsverkehrs bestehen grundsätzlich Risiken durch Havarien. Dabei sind Treib- und Schmierstoffe aber auch die Ladung selbst von Bedeutung, wenn die Gefahr besteht, dass gefährliche Stoffe in die Umwelt gelangen können. Das Beispiel aus dem Sommer 2012 verdeutlicht dies, als das Tankschiff „Synthese III“ mit 1300 Tonnen Schwefelsäure beladen auf dem Rhein bei Oberwesel auf Grund gelaufen ist. Zum Glück konnte die Ladung ohne größere Schäden in und an der Umwelt geborgen werden.
Die Themenkarte soll zeigen, wo Bundeswasserstraßen durch Wasserschutzgebiete führen und wo das Ausmaß eines Schiffunglücks besonders schwerwiegende Folgen für die Wasserversorgung haben könnte. Damit stellt diese Karte nicht nur für Schiffsführer, sondern auch für die im Havariefall zuständigen Stellen wichtige Informationen bereit, um das Ausmaß von (Umwelt-) Schäden zu begrenzen. Für die Ausweisung von Wasserschutzgebieten sind die Wasserbehörden der Bundesländer zuständig. Die Bundeswasserstraßen sind Eigentum des Bundes und werden von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verwaltet.
Neben den in der Karte dargestellten Wasserschutzgebieten, gibt es noch geschützte Gewässerabschnitte nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), welche bislang nicht dargestellt sind. Es gibt Wasserkörper (Strecken in einem Fluss oder einem Kanal) die nach Artikel 7 der Richtlinie 2000/60/EG Abs. 1 zur Wasserentnahme für den menschlichen Verbrauch mit mehr als 10 m³ oder für mehr als 50 Personen täglich genutzt werden, aber nicht durch Festsetzungen gem. § 51 WHG geschützt sind. Strecken des Dortmund-Ems-Kanals sind derart nach Vorgaben der WRRL geschützt. Die jeweils gültigen Bewirtschaftungspläne enthalten die entsprechenden Festsetzungen. Ebenfalls nicht in der Karte dargestellt sind Gebiete, die in Landesentwicklungsplänen oder Regionalplänen zur ausgeübten oder zukünftigen Wasserversorgung ausgewiesen sind.

Karten

Kilometermarken

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Fließrichtung

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Gewässernamen

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Wasserstraßenklassen

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Gewässernetz

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

WSG (Wasserschutzgebiete)                                                                 

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Aussagekraft der Daten

Der zugrunde liegende nationale Datenbestand der Wasserschutzgebiete wird im Rahmen der Berichtspflichten zur EU-WRRL erfasst und bei Bedarf einmal jährlich aktualisiert. Der bereitgestellte Dienst dient vornehmlich zur Befriedigung von Übersichtsmaßstäben. Bei den zuständigen Behörden in den Bundesländern existieren in der Regel entsprechende thematische Dienste in einer höheren räumlichen und zeitlichen Auflösung. Die gerichtsfesten Akten zu den Wasserschutzgebieten finden sich bei den zuständigen Wasserbehörden. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) verwaltet den flächendeckend homogenisierten Datenbestand im Auftrag der Wasserwirtschaftsverwaltungen im nationalen Berichtsportal Wasser (WasserBLIcK).

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