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Trinkwasser: Woher es kommt

Die Karte zum Trinkwasser soll den Nutzer über die Standorte von Talsperren zu Trinkwassergewinnung, die Lage der Fernwasserleitungen, die Ausdehnung von Wasserschutzgebieten und die Lage von hydrochemischen Grundwasser-Messstellen (Arsen) informieren.

Natürliches Grundwasser kann in der Regel ohne Aufbereitung direkt als Trinkwasser verwendet werden, jedoch können durch menschliche Einflüsse oder aufgrund natürlich erhöhter Inhaltsstoffe bereichsweise bestimmte Grenzwerte (Arsen) überschritten sein, so dass eine Trinkwasseraufbereitung erforderlich ist. Durch die Karte kann sich jeder Nutzer einen Überblick über die Grundwassereigenschaften in seiner Umgebung machen.


Durch den Layer der Fernwasserleitungen können die Menschen nachvollziehen, aus welchen Grundwasserleitern ihr Trinkwasser gewonnen wird und einen Überblick dessen natürlicher Zusammensetzung gewinnen. Zum Beispiel für den Großraum Nürnberg stammt das Wasser hauptsächlich aus der Frankenalb.

Karten

Messstellen Wasserqualität
Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
Fernwasserleitungen
Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG).
Talsperren zu Trinkwassergewinnung
Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG).
Wasserschutzgebiete
Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG).

Aussagekraft der Daten

Die zugrundeliegenden Analysendaten des Grundwassers wurden anhand einer im Jahr 2005 durchgeführten Umfrage bei den jeweils für Grundwasserqualität zuständigen Institutionen der Bundesländer erhoben. Es wurden alle verfügbaren Daten recherchiert, so dass sie für unterschiedliche Verwendungszwecke, zu unterschiedlichen Messzeitpunkten und auch mit unterschiedlicher Methodik gemessen sind. Verwendet wurde die jeweils aktuellste Analyse am Standort (keine Mittelwertbildungen).
Die Standorte der Einzelanalysen sind aus Gründen des Datenschutzes mit einer Ungenauigkeit versehen (bis ca. 300 m Abweichung von den tatsächlichen Positionen).
Farblich in der Karte dargestellt ist der 90%-Perzentil für den jeweiligen Parameter in der jeweils differenzierten hydrogeochemischen Einheit, also der Wert, der von 90 Prozent aller gemessenen Proben in diesem Grundwasserleiter unterschritten wird. Dieser Wert wird als natürlicher Hintergrundwert angesehen; deutliche Überschreitungen dieses Wertes weisen auf mögliche Beeinflussungen des Grundwassers, z.B. durch anthropogenen Eintrag, hin.
So entsteht die Karte zur Trinkwasserbereitstellung.
Die ca. 50.000 Messstellen waren Grundlage für die bisher umfangreichste statistische Untersuchung der natürlichen Eigenschaften der Grundwässer in Deutschland (Verlinkung auf http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Wasser/Projekte/abgeschlossen/Beratung/Hintergrundwerte/hgw_projektbeschr.html). Zu den Messstellen liegen die Werte anorganischer Inhaltsstoffe (Haupt-, Neben- und Spurenelemente) sowie physikochemischer Parameter vor.
Eine statistische Auswertung und Bereinigung der Datenbasis erfolgte mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsnetzen. Mit der Methode wurden Anomalien in den Datensätzen (z.B. durch anthropogenen Stoffeintrag) ausgeschlossen, um der natürlichen Verteilung der Daten möglichst nahezukommen. Die Ableitung der charakteristischen Verteilung der Werte anhand von Perzentilen erfolgte ebenfalls mit dem Wahrscheinlichkeitsnetz.
Die Auswertung wurde für hydrogeochemische Gesteinseinheiten vorgenommen, die auf Grundlage der Hydrogeologischen Übersichtskarte von Deutschland 1 : 200.000 abgegrenzt wurden (für Deutschland insgesamt 186 Einheiten). Einheiten mit Probenzahlen < 10 auswertbare Analysen wurden nicht ausgewertet (graue Darstellung).
Eine Aktualisierung erfolgt derzeit für Spurenstoffe, für die Geringfügigkeitsschwellenwerte nach LAWA angegeben sind; eine Bereitstellung dieser neuen Daten ist in 2013 vorgesehen. Regelmäßige Aktualisierungen der Auswertung sind nicht vorgesehen.

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