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Kraftwerke in Deutschland

Die Kraftwerksdatenbank des Umweltbundesamtes enthält Informationen zu in Betrieb befindlichen Kraftwerksstandorten der öffentlichen Stromversorgung, zu Industriekraftwerken und zu Bahnkraftwerken ab einer elektrischen Bruttoleistung von 100 MW pro Block bzw. Kraftwerk. Die auf diesen Daten basierende Karte „Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland“ stellt grafisch den Status Quo des deutschen Kraftwerkparks sowie die Höchstspannungsleitungstrassen in den Spannungsebenen 380 kV und 220 kV dar.

Natürliches Grundwasser kann in der Regel ohne Aufbereitung direkt als Trinkwasser verwendet werden, jedoch können durch menschliche Einflüsse oder aufgrund natürlich erhöhter Inhaltsstoffe bereichsweise bestimmte Grenzwerte (Arsen) überschritten sein, so dass eine Trinkwasseraufbereitung erforderlich ist. Durch die Karte kann sich jeder Nutzer einen Überblick über die Grundwassereigenschaften in seiner Umgebung machen.

Durch den Layer der Fernwasserleitungen können die Menschen nachvollziehen, aus welchen Grundwasserleitern ihr Trinkwasser gewonnen wird und einen Überblick dessen natürlicher Zusammensetzung gewinnen. Zum Beispiel für den Großraum Nürnberg stammt das Wasser hauptsächlich aus der Frankenalb.

Die Karte veranschaulicht die gegenwärtige Ausrichtung des deutschen Kraftwerkspark, die vor allem auf konventionellen Energieträgern (Stein- und Braunkohlen, Erdgas, Öl, Kernkraft etc.) beruht. Mit dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft und der 2010 eingeleiteten Energiewende wird es zu einer Neuausrichtung des gesamten Kraftwerkspark hin zu einer überwiegend auf erneuerbaren Energiequellen basierenden Energieversorgung kommen.

Hier finden sie mehr Informationen zu Thema Kraftwerke (UBA).

Karten

Standorte von Kraftwerksanlagen und Trassen der Höchstspannungsleitungen

Quelle: Umweltbundesamt

Aussagekraft der Daten

Das Umweltbundesamt aktualisiert die Karte „Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland“ jährlich.

Kraftwerksarten

  • Braunkohlen-Kraftwerke als typische Grundlast-Kraftwerke mit geringer kurzfristiger Regelbarkeit in der Leistungsabgabe produzieren Strom in direkter Nähe zu den Braunkohlenvorkommen im Rheinischen, Helmstedter und Lausitzer Revier sowie im Mitteldeutschen Raum.
  • Laufwasser-Kraftwerke erzeugen Strom im Grundlastbereich, einige Anlagen sind jedoch bei Nachfrageschwankungen kurzfristig regelbar. Sie konzentrieren sich entlang der Flussläufe in Südwest-Deutschland. Demgegenüber nutzen Pumpspeicherkraftwerke Wasser als Energiespeicher für den Ausgleich von Überangebot und Bedarfsspitzen.
  • Kernkraftwerke produzieren Grundlaststrom, sind nur geringfügig kurzfristig regelbar und konzentrieren sich auf die alten Bundesländer ohne Nordrhein-Westfalen. Standortbestimmend ist die Lage an einem großen Flusslauf wegen des hohen Bedarfs an Kühlwasser.
  • Steinkohlen-Kraftwerke, die im Wesentlichen im Mittellastbereich eingesetzt werden und zu den Regelkraftwerken gehören, produzieren Strom in den Steinkohlen-Bergbaurevieren (Ruhr- und Saarrevier), in den Küstenregionen und entlang der Binnenwasserstraßen, da hier kostengünstige Transportmöglichkeiten für die Steinkohle vorhanden sind.
  • Gas-Kraftwerke sowie Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD), die im Spitzen- und Mittellastbereich eingesetzt werden, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese Anlagen sind zum Teil extrem kurzfristig regelbar und in der gesamten Bundesrepublik vertreten.
  • Heizöl-Kraftwerke erzeugen fast ausschließlich Spitzenlaststrom zum Ausgleich kurzfristiger Stromnachfrageschwankungen und weisen daher nur äußerst geringe Stromerzeugungsmengen auf.
  • Windenergie-Kraftwerke, die sich überwiegend in der Nordhälfte Deutschlands und dort besonders in den Küstenregionen befinden, sind weiträumig verteilt. Da die Stromproduktion von Windenergieanlagen von den Wetterverhältnissen abhängt, speisen sie nicht kontinuierlich Strom in das Netz ein. Wenn Wind weht, sind sie jedoch sehr kurzfristig regelbar.

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