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Forstliche Rettungspunkte im Geoportal.de

Die Geodaten dieser Themenkarte stammen vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) e.V. Das KWF ist eine praxisorientierte Forschungseinrichtung, die das Ziel verfolgt, durch angewandte Forschung und den Wissenstransfer einen Beitrag zu leisten, um die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft auf Dauer zu gewährleisten. Dabei setzt das KWF den inhaltlichen Fokus auf sichere Waldarbeit, innovative Forsttechnik und ökologisch verträgliche Verfahren sowie eine hohe Effizienz in der Logistikkette.

Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle im Wald. Die Verletzten sind Waldarbeiter und Waldbesucher. Bei deren Rettung zählt jede Sekunde. Eine schnelle Rettung ist im Wald jedoch aufgrund der Unübersichtlichkeit, fehlender Ortskenntnisse und der nur bedingt mit Rettungsfahrzeugen befahrbaren Wege schwierig. Die forstlichen Rettungspunkte können helfen wertvolle Zeit einzusparen.

Rettungspunkte sind definierte Orte im Wald, die mithilfe von Koordinaten gefunden oder durch fest montierte Schilder angezeigt werden. Ursprünglich wurden die Rettungspunkte im Rahmen der „Rettungskette Forst“ für Waldarbeiter geschaffen. Sowohl Rettungsdienste als auch Feuerwehren sind über die Lage der einzelnen Punkte sowie deren schnellstmögliche Erreichbarkeit genau informiert. Aber auch Waldbesucher können von diesem System profitieren. Im Notfall helfen beschilderte Treffpunkte bei der Kommunikation mit der Rettungsleitstelle, um die räumliche Position im Wald besser zu beschreiben.

Seit 2014 liefern Waldbesitzer von Landes-, Kommunal- und Privatwald fortlaufend die Koordinaten ihrer Rettungspunkte an das KWF. Mit den gelieferten Daten wurde dort erstmals ein einheitlicher nationaler Datensatz mit Rettungspunkten erstellt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die KWF-Rettungspunkte werden unter CC-Lizenz CC-BY-ND 3.0 (Namensnennung, keine Bearbeitung) und einem Haftungsausschluss unter www.rettungspunkte-forst.de in zwei Formaten (Shape und KML) zum Download bereitgestellt.

Karten

Forstliche Rettungspunkte

Quelle: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V.

Aussagekraft der Daten

Rettungspunkte mindern kein Unfallrisiko, sondern dienen vor allem ortsunkundigen Personen der besseren Orientierung und Beschreibung ihres Standortes im Wald. Bei einem Unfall sind die Rettungsdienste damit grundsätzlich in der Lage, die Unfallorte schneller zu erreichen und Erste Hilfe zu leisten.

Für die Rettungspunkte übernehmen weder das KWF e.V. noch die Urheber der Daten irgendeine Haftung. Es handelt sich bei den Rettungspunkten um betriebsinterne, forstliche Konzepte, die auf freiwilliger Basis von den Waldbesitzern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Die Daten werden nach bestem Wissen und Gewissen von den Waldbesitzern erhoben und gemäß den vorhandenen personellen und finanziellen Möglichkeiten aktuell gehalten. Rettungspunkte stehen im Ökosystem Wald, das naturbedingt Witterungsverhältnissen oder Kalamitäten unterworfen ist. Es besteht zu keiner Zeit, insbesondere auch aufgrund mutwilliger Zerstörung von Rettungspunkten und Vandalismus, sowie bei Schnee, Sturm, Windwurf etc. Anspruch auf Vollständigkeit, Verfügbarkeit oder Erreichbarkeit der Rettungspunkte. Dies gilt auch für den Fall, dass sich durch schlechte Wegeverhältnisse, reguläre Holzerntemaßnahmen bei den Wege abgesperrt werden und während der Holzernte nicht befahren werden können, die Anfahrt zu den Rettungspunkten durch die Rettungsdienste verzögert.

Die Rettungspunktedaten werden vom KWF e.V. und den Waldbesitzern, die eine Freigabeerklärung Ihrer Rettungspunkte abgegeben haben, kostenlos zur Verfügung gestellt. Es besteht kein Anspruch auf die Nutzung von Rettungspunkten. Das Betreten des Waldes erfolgt unter Beachtung und Einhaltung der Gesetze und Bestimmungen vor Ort. Das Weiterverarbeiten der Daten z.B. zur Integration in Fachanwendungen ist zulässig - NICHT zulässig ist jedoch ein Verändern der Daten - insbesondere der Rettungspunktbezeichnung und der Lagekoordinaten.

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