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Erdbeben in Deutschland:
Wen sie betreffen

In Deutschland ist die Erdbebengefahr weit geringer als in Regionen, in denen zwei Kontinentalplatten aufeinander treffen. Dennoch gibt es auch in der Bundesrepublik Erdbeben geringer bis mittlerer Stärke.

Sie sind spürbar, und vereinzelt richten sie auch Schäden an. Die meisten dieser Beben ereignen sich in der Niederrheinischen Bucht, im Mittelrheingebiet, im Oberrheingraben, auf der Schwäbischen Alb, im Voralpengebiet sowie im Vogtland.

Diese Gebiete sind unterschiedlich dicht besiedelt. In einigen gibt es Ballungsräume, andere sind eher ländlich strukturiert. Abbilden lässt sich dies anhand der Einwohner- oder Bevölkerungsdichte. Diese gibt an, wie viele Menschen statistisch gesehen auf einem Quadratkilometer leben. Im Zusammenhang mit Erdbeben ist die Einwohnerdichte sehr wichtig. Sie sagt aus, wie viele Menschen von einem Beben betroffen sein können.

Karten

Seismische Ereignisse in den letzten zwölf Monaten

Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Bevölkerungsdichte 2010

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Aussagekraft der Daten

Die Einwohnerdichte bezieht sich jeweils auf ein Gemeindegebiet. Innerhalb der betreffenden Gemeinde gibt es meist dichter besiedelte Gebiete und weniger dicht besiedelte. Im Einzelfall lässt sich deshalb nur annähernd sagen, wie viele Menschen von einem Beben betroffen wären. Die vorliegenden Daten basieren auf der Volkszählung 1987. Eine Aktualisierung ist geplant.

In manchen Fällen lässt sich nicht zweifelsfrei unterscheiden: Handelt es sich um ein echtes Erdbeben oder um ein künstlich ausgelöstes, etwa durch eine Sprengung in einem Steinbruch?

Ort und Zeitpunkt eines Bebens bestimmt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe anhand der Kompressions- und Scherwellen, die ihre Messgeräte registrieren. Mit ihrem Messnetz kann die BGR ein Beben durchschnittlich auf zwei bis fünf Kilometer genau orten. Auf Karten mit großem Maßstab erscheint dann zwangsläufig nur der ungefähre Ort des Bebens.

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