Navigation und Service

Stand der Umsetzung

Bild zeigt ein Dokument mit farblich unterschiedlichen Kurvendiagrammen Copyright: business chart © Corgarashu #1886740 / Fotolia.com

Die GDI-DE berichtet der Europäischen Kommission regelmäßig über den Stand der Umsetzung von INSPIRE in Deutschland. Als Grundlage hierfür dient Art. 21 der INSPIRE-Richtlinie, der die Anforderungen an die Berichterstattung definiert.

Aktueller Stand der Umsetzung:

Was ist zu tun?

Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet über den Aufbau und Betrieb ihrer Geodateninfrastruktur und den Stand der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie zu berichten. Hierfür werden jedes Jahr Kennzahlen zu den Infrastrukturelementen und -inhalten wie Geodatensätzen, Netzdiensten und den sie beschreibenden Metadaten erhoben, ausgewertet und veröffentlicht (Monitoring). Seit dem 15.05.2010 werden die Ergebnisse des Monitoring jährlich an die Europäische Kommission übermittelt und herausgegeben.

Zusätzlich erhält die Europäische Kommission bisher alle drei Jahre einen Bericht (Reporting), der über den aktuellen Stand der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in den Mitgliedstaaten informiert.

Mit Veröffentlichung der Änderungsverordnung 2019/1010 vom 05.06.2019 sowie des Durchführungsbeschlusses 2019/1372 zur Überwachung und Berichterstattung ändert sich das INSPIRE Monitoring und Reporting.

Gemäß Artikel 21 Abs. 2 der INSPIRE-Richtlinie aktualisieren die Mitgliedstaaten nunmehr erforderlichenfalls einen zusammenfassenden Bericht und veröffentlichen diesen spätestens am 31. März jeden Jahres. Die Berichte (sog. „Country Fiches“) werden von den Kommissionsstellen mit Unterstützung der Europäischen Umweltagentur veröffentlicht.

Das Monitoring wird auf ein automatisiertes Verfahren umgestellt, d.h. die Kennzahlen werden auf Basis der Metadaten für Daten und Dienste berechnet. Ziel der Anpassungen ist es, die Überwachung und Berichterstattung zu vereinfachen, eine verbesserte Vergleichbarkeit zu erreichen und den Verwaltungsaufwand der Berichterstattung zu verringern.

Wie setzen wir in Deutschland das INSPIRE Monitoring und Reporting um?

Das INSPIRE Monitoring wird von der Koordinierungsstelle GDI-DE in Zusammenarbeit mit den GDI-Kontaktstellen koordiniert. Die für das Monitoring erforderlichen Informationen werden ab 2019 aus den Metadaten abgeleitet. Die Berechnung der Indikatoren erfolgt automatisiert über das INSPIRE Geoportal.

Der “Country Fiche“ über den aktuellen Stand der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in Deutschland wird federführend durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aktualisiert. Das BMU wird dabei vom Lenkungsgremium und der Koordinierungsstelle GDI-DE unterstützt.

Wie ist der Stand der Umsetzung in anderen Mitgliedstaaten?

Auf der INSPIRE Webseite sind alle Ergebnisse zum Monitoring und Reporting der anderen Mitgliedstaaten veröffentlicht und können eingesehen werden.

Dokumente und weiterführende Informationen

Der Durchführungsbeschluss 2019/1372 zur Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie hinsichtlich Überwachung und Berichterstattung (Monitoring und Reporting) ist seit 19.08.2019 in Kraft und ersetzt die bis dahin geltende Entscheidung 2009/442/EG vom 05.06.2009. Sie gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat und regelt, was umgesetzt werden muss.

Für die konkrete technische Umsetzung der Durchführungsbestimmungen sind vor allem die begleitenden "Technical Guidance"-Dokumente (technische Umsetzungsanleitungen) relevant. Sie zeigen auf, wie die Durchführungsbestimmungen umgesetzt werden können.

Nähere Informationen zur Umsetzung des Monitoring und Reporting in Deutschland erhalten Sie im GDI-DE Wiki.

Diese Seite

© 2019 - Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Richard-Strauss-Allee 11, 60598 Frankfurt am Main

  • RSS

Datenschutz